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Die Corona-Krise hat momentan alles fest im Griff und man kann kaum noch an etwas anderes denken. Ausgangsbeschränkungen sorgen dafür, dass wir möglichst viel zu Hause bleiben, um uns und andere nicht mit dem gefährlichen Erreger anzustecken. Hier sind Gartenbesitzer*innen klar im Vorteil! Nun können sie sich endlich voll und ganz im eigenen Grün verausgaben ohne lästige Ablenkung durch Termine wie Geburtstagsfeiern oder Versammlungen. Gartenarbeit im häuslichen Umfeld stellt nun eines der wenigen gefahrlosen Vergnügen dar, das uns noch geblieben ist. Zudem kann es wohltuend sein, im frisch sprießenden Grün des Frühlings die erwachende Natur zu genießen. Fröhlich zwitschernde Meisen, die Nester bauen, und brummende Hummeln, die von Krokus zu Krokus fliegen zeigen uns, dass sich der Lauf der Natur nicht so einfach aus der Bahn bringen lässt.

Nach freudigem Ausschwärmen in den ersten warmen Frühlingstagen stellt jedoch so mancher Hobbygärtner erschrocken fest: Das Unkraut ist während des milden Winters einfach ungestört weitergewachsen, und so überwuchern nun munter Quecken, Vogelmiere und Co Gemüse- und Staudenbeete. Bevor Sie nun alles davon gleich dem Kompost oder der grünen Tonne übergeben, sollten Sie sich klar machen, dass viele unserer "Unkräuter" sehr wertvolle Lebensmittel und sogar Heilkräuter sind. Gerade der frische junge Austrieb im Frühjahr strotzt nur so vor wertvollen Spurenelementen, Mineralien und Vitaminen, die wir sehr gut für eine kleine Frühjahrskur zum Beitrag für unser Allgemeinbefinden und unsere Gesundheit nutzen können. Nutzen Sie den heimischen kostenlosen Superfood aus dem eigenen Garten!

Hier die bekanntesten Vertreter:

Große Brennessel: Kalium, Kalzium, Eisen,  Kieselsäure, Vitamin C u.a.; wirkt entwässernd und entschlackend, entzündungshemmend; eine wahre Nährstoffbombe; auch die Samen sind geröstet eine gesunde Knabberei

Wiesen-Löwenzahn: Bitterstoffe, Vitamine B,C und E, Kalium, Kalzium, Eisen, Omega 3-Fettsäuren; wirkt harntreibend, entgiftend, regt die Verdauung an.

Vogelmiere: Saponine, Flavonoide, Vitamin C, Kalium;  regt Stoffwechsel und Verdauung an

Giersch: Kalium, Magnesium, Eisen, Vitamin C, u.a.; kann Frühjahrsmüdigkeit lindern

Gänseblümchen: Saponine, Bitterstoffe, Gerbstoffe, ätherische Öle, Schleim, Inulin; regt Appetit und Stoffwechsel an

Die genannten Kräuter (und auch andere) können Sie täglich in einem grünen Smoothie oder einem Teeaufguss zu sich nehmen (vorher bitte gut waschen). Auch auf einem Butterbrot schmecken sie klein gehackt. Es existieren aber auch zahlreiche schmackhafte Rezepte, mit denen man kulinarische Highlights produzieren kann.